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Namasté on the ocean: SUP-Yoga - das neue Lebensgefühl
Es berührt ganz tief. Das stete Rauschen des Atlantiks. Wie eine Dauermeditation macht es den Kopf frei und die turbulente Welt da draußen ist gefühlt ganz weit weg. Mit ihrem ganz besonderen entschleunigenden 'Spirit' bietet die beeindruckende Westküste Fuerteventuras das ideale Umfeld für den Trendsport des Sommers: SUP-Yoga. Yoga auf dem Surfbrett oder – um korrekt zu sein – auf dem Stand-up-Paddleboard. Körper, Geist und Seele lassen sich – in Verbindung mit den naturgegebenen Gewalten Sonne, Wind und Wasser – wunderbar in Einklang bringen.

Paradiesisch: Sport- und Surfhotel La Pared poweredbyplayitas

Oberhalb schroffer und dunkler Felsen liegt – paradiesisch anmutend – das kleine, aber feine Sport- und Surfhotel 'La Pared' und bietet bis zum Horizont einen faszinierenden Blick auf den Atlantik. Fernab vom Massentourismus, lauten Clubs und Bars können SUP-Yoga-Fans, oder die, die es werden möchten, in dieser Hotel-Oase den Geist zur Ruhe bringen und das meditative Erlebnis in freier Natur genießen. Steil fällt die Küste zum Meer hinab. Nur über Stufen gelangt man in die einsame und feinsandige Bucht von La Pared. Wären da nicht die Surfer, Kite-Surfer und Wellenreiter, für die die Bucht ein Hotspot auf Fuerteventura ist – man hätte das Gefühl, am Ende der Welt zu sein. In Kooperation mit der Wellenkind-Surfschool werden im Hotel La Pared, als auch beim 'großen Bruder' Playitas, Europas bestem Sport-Resort, SUP-Schnupperstunden im Pool angeboten. Da die Meeresströmung in der La Pared-Bucht überaus stark ist, werden beim 'großen Sport-Bruder', der über eine ruhige und seichte Bucht verfügt, die anschließenden Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene im Playitas durchgeführt. Ein Shuttle sorgt für den reibungslosen Transfer zwischen beiden Hotels. Da in Europas bestem Sport-Resort mehr als 200 Sportarten, Themenwochen, Seminare und Workshops angeboten werden, ist SUP-Yoga dort nur ein kleines Mosaiksteinchen. Im stimmungsvollen Mikrokosmos des La Pared wiederum ist es ein absolutes Highlight und garantiert pure Entspannung, um in die Welt der Asanas einzutauchen.

SUP-Yoga: Sie schwimmende Yoga-Matte

"Es gibt Gäste, die haben noch nie Yoga gemacht oder auf einem Surfbrett gestanden", erklärt Kathy vom Wellenkind-Team. "Daher werden die Interessierten ganz langsam an die knienden, sitzenden oder stehenden Asana-Übungen auf dem schwankenden Board herangeführt".

SUP-Yoga ist ein absoluter Glücklichmacher

"Yoga auf einer schwimmenden Matte ist anfangs etwas ungewohnt", berichtet Maria aus Schweden nach ihrer ersten Schnupperstunde. "Und klar, ich bin auch ins Wasser gefallen! Dennoch: Die Kombination aus Yoga, Wasser, Board und sommerlich-warmen Temperaturen ist ein absoluter Glücklichmacher". Auch Martina und Sohn Moritz aus Deutschland stehen zum ersten Mal auf den Brettern. "Ein wunderbares Medium, um zu entschleunigen und loszulassen", berichtet die Mutter begeistert. Moritz nickt zustimmend. Auch dem Achtjährigen hat es sichtlich Spaß gemacht.

Die pure Freiheit auf dem Wasser

"SUP-Yoga ist ein optimales Training für die Balance, den Atem sowie für den Stabilitäts- und Gleichgewichtssinn", klärt Yoga-Expertin Kathy auf. "Die Tiefenmuskulatur und die Körpermitte müssen besonders intensiv 'arbeiten'. Die pure Freiheit auf dem Wasser hilft beim Abbau von Stress und wir werden mit viel Energie und Lebensfreude beschenkt". Nach der Probestunde im Pool geht es mit Kathy hinaus aufs offene Meer. Da der Atlantik – auch im Hochsommer - doch oftmals recht kühl ist, bieten Neoprenanzüge einen guten Wärmeschutz. Die kooperierende Surfschool stellt für kleine und große Teilnehmer in allen Größen entsprechende Neo-Anzüge zur Verfügung.

Einfach mal offline und unerreichbar sein!

"Was für ein unbeschreibliches Gefühl! Die absolute Ruhe auf 'der eigenen Insel', das sanfte Schaukeln der Wellen, die Sonne auf der Haut, der erfrischende Wind, die unendliche Weite des Atlantiks!“, freut sich Nicola aus Hamburg. "Wunderbar auch, in unserer digitalen Welt einfach mal offline – also unerreichbar – zu sein", so die Unternehmerin, die die Auszeit auf dem Wasser sichtlich genießt. Kathy erklärt, dass auf dem Board klassische 'Asanas' – also Yogaübungen – wie die Stellung des Kindes, Katze und Kuh, Schmetterling, der herabschauende Hund, Baum, Bogen, Lotussitz und natürlich der bekannte Sonnengruß gute Übungen zur ganzheitlichen Körperwahrnehmung sind. Gerade für sehr 'verkopfte' Menschen. "Wir machen ja auch das Fenster zum Lüften auf. Warum also sinnbildlich nicht auch zu unserer Wahrnehmung und unseren Gefühlen", schildert die Yoga-Expertin.

SUP-Yoga: Das schönste Outdoor-Fitnessstudio

Nach der meditativen Expedition bringt ein Transfer-Service die 'SUP-Yoginis' wieder zurück ins La Pared, wo sie am Pool weiterhin entspannen oder sich dem attraktiven, wöchentlich wechselnden Sportprogramm hingeben können. So beginnt für Sportbegeisterte beispielsweise schon morgens um sieben der Tag mit einem Morning Jog oder Walk. Running Drills, Triple HIT, Fitness WOD, Tabata, Aqua-Fitness, Spinning, Footbal, Bootcamp, Yin-und Hatha-Yoga folgen, nur um einige Highlights zu nennen.

Surfen im Paradies

Da La Pared ein Eldorado für Surfer ist, dreht sich hier natürlich primär alles um die 'Bretter, die die Welt bedeuten'. Der herrliche Strand, die guten Windbedingungen und die mitunter bis zu sieben Meter hohen Wellen sind ein Traum für jeden Wellenreiter. Deshalb liegt es nahe, mit dem Team der Surfschool in ein Gespräch einzutauchen, um zu erfahren, warum Surfen nicht nur ein Wassersport, sondern ein Lebensgefühl ist. Auch wollen wir wissen, welches einzigartige Konzept die Experten verfolgen, mit dem sie ein Alleinstellungsmerkmal haben und international bekannt sind. Unter Palmen finden David Lebert, Geschäftsführer und Inhaber der Wellenkind-Surfschool und Melissa Winkelmann, Assistentin der Geschäftsführung, Zeit für ein Interview.

Hipburn Ihr hebt Euch von anderen Surfschulen ab, da Ihr eine ganz eigene Ideologie und Philosophie verfolgt. Welche?

Melissa und David Unsere Philosophie heißt, wieder die Welt mit den Augen eines Kindes zu sehen und sich wieder frei zu fühlen wie ein Kind. Raus aus den Zwängen, raus aus dem Business-Korsett, raus aus der Perfektion, weg von Zielzahlen und Meetings hin zu bewusst erlebter Freizeit.

Surfen: Entdecke das Kind in Dir

Es freut uns immer sehr, wenn wir die immense Veränderung eines Gastes spüren. Vorher noch perfektionistisch gestrickt, kann er plötzlich loslassen und sich freuen wie ein Kind. Sobald die Menschen im Wasser sind, wollen sie nicht wieder raus. Es ist wie eine große Liebe und Leidenschaft, die zu Wasser und Wellen entsteht. Viele gehen auch bewusst an ihre körperlichen Grenzen. Nach dem Motto 'Noch eine Welle und noch eine. Einmal noch will ich stehen...'. Unser Claim ist: 'Jeder Tag im Wasser ist ein guter Tag!'

Hipburn Warum geht Ihr diesen Weg? Was war die Initialzündung?

David Man muss tun, was man liebt. Die 'Bretter der Welt' begleiten mich schon ein Leben lang. Vom Skateboard, Snowboard, Windsurfen bis hin zum Wellenreiten. Ich hatte immer den Wunsch, im Tourismus zu arbeiten und den Lebensstil Surfen anderen Menschen näherzubringen. Den Surfen ist nicht nur Sport, sondern eine Lebenskunst und eine besondere innere Haltung. Die Initialzündung war, dass ich dem deutschen Schmuddelwetter entfliehen wollte. Wenn man so will, bin ich ein 'Klimaflüchtling'. Bewusst habe ich mich für Fuerteventura entschieden, da ich hier Wind und Wellen vorfinde und das gesamte Leben 'outdoor' stattfindet.

Bretter, die die Welt bedeuten

Hipburn David, welchen beruflichen Hintergrund hast Du?

David Ich bin ausgebildeter Sport-Physiotherapeut und war Rettungsassistent im Notarztwagen. Habe also schon immer gerne geholfen und mit Menschen zusammengearbeitet. Dieser medizinische Hintergrund ist jetzt von großem Vorteil, da bei uns auch Menschen mit Handicap Surfen lernen können, wir um die Einschränkungen wissen und intervenieren können.

Hipburn Kann in jedem Lebensalter mit dem Surfen begonnen werden? Welche Voraussetzungen sind dafür notwendig?

Melissa und David Grundsätzlich kann in jedem Lebensalter mit dem Surfen begonnen werden. Wir hatten auch schon Vier-und Siebenjährige in unseren Kursen. Man muss kein Balancewunder sein und auch nicht besonders sportlich. Beispielsweise hatten wir auch schon Tetraspastiker, Blinde und Hörgeschädigte in unserer School. Beim Tetraspastiker, bei dem die Arme und Beine gelähmt sind, geht es allein darum, dass er auf dem Brett liegt und die Wasserbewegung spürt. Das löst bei ihm – aber auch bei uns – immense Glücksgefühle aus. Das ist unbeschreiblich schön! Für die Handicap- Surfer haben wir geschultes Personal und stellen eine 1:1, manchmal sogar eine 2:1 Betreuung sicher. Auch auf Diabetiker sind wir eingestellt. Wenn sie ihre Notfallpacks dabeihaben und plötzlich unterzuckern, können wir sofort agieren.

Neues Wellenkind-Projekt: Surfer-Lodge

Hipburn Welche beruflichen Wünsche stehen für die Zukunft an?

Melissa und David In unserem Job sind wir - ehrlich gesagt - wunschlos glücklich! Dennoch gibt es für die Zukunft bereits ein wunderbares Projekt, denn der nächste Step ist eine 'Surfer-Lodge'. Für rund 24 Surferinnen und Surfer entstehen derzeit ganz besondere Übernachtungsmöglichkeiten. Ein Achter-, ein Sechser- und ein Zweierzimmer. Alles wird richtig schön im modernen Design und Vintage-Style. Viel Holz gepaart mit Accessoires in Türkis. Eine Küche und ein großer BBQ-Bereich runden dann die Lebenswelt Wellenkind ab. Zwischenzeitlich ist es Nachmittag geworden. Der Atlantik hat gezeitenmäßig von Flut auf Ebbe 'umgeschaltet' und deshalb steht eine neue SUP-Yoga-Session mit dem Thema 'Balance' auf dem Programm. Nun: Das richtige Gleichgewicht auf der schwimmenden Yogamatte zu finden als auch die individuelle Lebensspur im Leben – in jedem Fall ein anstrebenswertes Ziel!

Gaumenfeuerwerke, Sundowner und Meeresrauschen

SUP-Yoga, Surfen, Sport, Spaß und Sonnenbaden machen hungrig. Wie verführerisch, wenn abends köstlicher BBQ-Duft auf die Restaurant-Terrasse lockt und das delikate Essen des Hotels Gaumenfeuerwerke entfacht. Sundowner und Meeresrauschen inklusive. Wie gesagt: Es berührt ganz tief...

www.playitas.net

www.laparedbyplayitas.net

www.wellenkind-surfschool.com

Fotos: Hipburn, Playitas, Wellenkind