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Nur sieben Buchstaben weisen den Weg zum Paradies. Koserow. Das kleine, historisch gewachsene Ostseebad auf Usedom verspricht feinsandige weiße Strände, eine rund 58 Meter hohe Steilküste, 200 Jahre alte Buchenwälder, Stille, Natur pur und 2000 Sonnenstunden im Jahr. Foto: Andreas Dumke

"Wir punkten mit unserer einzigartigen landschaftlichen Idylle", erklärt Nadine Riethdorf, Tourismus-Chefin des Bernsteinortes. "Daher sprechen wir vor allem Natur- und ruhesuchende Gäste an". Tatsächlich ist die Lage an der schmalsten Stelle der Insel Usedom einmalig. Ostsee und Achterwasser – eine Lagune des in die Ostsee mündenden Peenestromes – treffen fast aufeinander und stellen daher einen besonderen Reiz für Badenixen, Surfer und Segler dar. Insbesondere das Achterwasser ist ein beliebtes Wassersportrevier. Foto: Hannelore Wellnitz

"Mensch und Natur können sich in Koserow unmittelbar begegnen", so die begeisternden Worte der Kurdirektorin. Wanderfreunde, Jogger, Radfahrer sowie Naturliebhaber jedweder Art kommen in dem Inselort, der nur 1700 Einwohner zählt, voll und ganz auf ihre Kosten. Erholungssuchende, die ihren 'Akku' auftanken möchten, erwartet in Koserow garantierte Entschleunigung. Foto: Andreas Dumke

Das ehemalige Fischerdorf hat sich – im Gegensatz zu den schillernden und luxuriösen Kaiserbädern in unmittelbarer Nachbarschaft – eine wohltuende und angenehme Abgeschiedenheit bewahrt und verzaubert Besucher mit unberührter Natur.

Die Natur ist das beste Fitness-Studio

Mit einem grandiosen Blick über das Meer bis hin zum Mönchgut auf Rügen und den berühmten Kreidefelsen werden Wanderer belohnt, wenn sie sich zuvor ihre Tour durch den wunderbaren Buchenwald gebahnt und den Aufstieg auf den Streckelsberg – eine rund 58 Meter hohe Kliffranddüne – erfolgreich absolviert haben. Der sympathische Küstenort ist nicht nur ein Refugium für Natur- und Erholungssuchende, sondern bietet auch jede Menge sportliche oder kulturelle Veranstaltungen. "Koserow ist somit zu jeder Jahreszeit eine Reise wert", erläutert die Leiterin der Kurverwaltung und freut sich über nationale wie internationale Gäste, um ihnen das charmante und gepflegte Ostseebad nahe zu bringen. Foto: Mandy Knuth

Ein Highlight im Koserower Veranstaltungskalender ist der Volkssport-Triathlon. Anfang August erwartet der Bernsteinort jährlich zahlreiche Besucher, die aktiv teilnehmen oder die Sportler anfeuern. Einmalig in ganz Deutschland ist der Strandlauf. Nach einer 500 Meter langen Schwimmstrecke in der Ostsee und einer 15 Kilometer dauernden Fahrraddistanz erwartet den Sport-Freak ein vier Kilometer langer Strandlauf. Ob mit Laufschuh oder barfuß, bleibt dem Sportfreund überlassen. Foto: Claudia Lippert

Wem schnelle Sprints und Bestzeiten nicht so wichtig sind, kann in Koserow während der Sommermonate Yoga am Strand durchführen oder an Nordic-Walking-Touren teilnehmen. Besonders attraktiv und sehr gut besucht sind die Aqua-Fitness-Kurse in der freien Ostsee. Regelmäßig finden thematisch geführte Rad- und Wandertouren statt. "Für jeden Aktivsuchenden bieten wir das passende Sportprogramm an", verspricht die freundliche Tourismus-Fachfrau. Foto: Mandy Knuth

Das Heringsfest – ein lukullisches Highlight

Im April zählt das Heringsfest zu den kulinarischen Höhepunkten. Frühaufsteher können schon in den Morgenstunden die Fischer am Ostseestrand beobachten, wie sie die Heringe aus den Netzen pulen. Im Anschluss wird der fangfrische Fisch vor den Augen der Gäste zubereitet. Egal ob klassisch gebraten, in Sahnesauce eingelegt oder modern mit Kokosmantel in Kirschsauce serviert: Hering ist vielfältig im Geschmack. Ein musikalisch-maritimes Programm rundet das Heringsfest ab, so dass es neben den Gaumenfreuden auch akustische Highlights gibt.

Koserow: Großes Herz für kleine Gäste

Großes Herz für kleine Gäste. Koserow besticht durch familiengeführte Unterkünfte. Ob Hotel, Pension, Ferienwohnung oder Haus. Die Angebote reichen vom einfachen Ferienquartier bis hin zum Vier-Sterne-Hotel. Den großen und kleinen Gästen stehen vielfältige Freizeitangebote zur Verfügung. Foto: Mandy Knuth

Neu eröffnet hat 2016 das 'Karls Erlebnis-Dorf'. Ein Event-Hof für Groß und Klein, in dem sich thematisch alles um die Erdbeere dreht. Vor Ort wird Marmelade gekocht, Bonbons gedreht sowie Brot und Kuchen frisch gebacken. Hinzu kommen zahlreiche Kinder-Attraktionen wie beispielsweise eine Traktorbahn, die Kartoffelsack-Rutsche oder der Streichelzoo. Minigolf-Fans können sich über eine 36-Loch-Anlage freuen – die größte an der gesamten Ostseeküste! Kunstliebhaber wiederum werden im Atelier Niemeyer-Holstein sowie im Koserower Kunstsalon fündig. Thematisch wechselnde Ausstellungen finden in beiden Häusern statt. Ein aktiver Bade- Wander- oder Sporttag macht hungrig. Kulinarisch erwartet die Gäste daher ein vielfältiges Angebot, welches von frisch zubereiteten Fischgerichten über bürgerlich deutsche Küche bis hin zu italienischen und mediterranen Restaurants reicht. Um Koserow selbst kennenzulernen und mehr von diesem Juwel an der Ostsee zu erfahren, trifft sich Hipburn mit Nadine Riethdorf, um aus erster Hand 'Ostseenews' zu erfahren. Im Strandkorb am traumhaften weißen Sandstrand nimmt sich die Touristik-Chefin Zeit für ein Interview. Das Team der Kurverwaltung Koserow mit Touristik-Chefin Nadine Riethdorf

Hipburn Frau Riethdorf, Sie sind die Touristik-Chefin von Koserow. Welche eigene Handschrift haben Sie? Welche Akzente und Impulse setzen Sie?

Nadine Riethdorf Meine Tätigkeit als Leiterin der Kurverwaltung begann ich 2010 mit erst 24 Jahren. Ich war damals die jüngste Kurdirektorin Deutschlands. Noch dazu war ich keine gebürtige Insulanerin, sondern Zugezogene. Daher machte ich es mir zur Aufgabe, Koserow und seine Einwohner wirklich kennenzulernen. Zwischenzeitlich arbeite und lebe ich sehr sehr gern in Koserow. Mir ist wichtig, Einheimische in die zukünftige Ortsgestaltung und Planung miteinzubeziehen. Ein enges Miteinander zwischen Vermietern, Gemeindevertretung und Kurverwaltung ist für die tägliche Arbeitspraxis unverzichtbar. Nur so können in einem Seebad gemeinsam Projekte vorangebracht werden. Unser Aushängeschild und unsere Headline lautet: "Charmantes Ostseebad". Das bedeutet, dass Einwohner und die Kurverwaltung gemeinsam für den Gast da sind. Nur wenn der Urlauber das spürt, erreichen wir, dass er zu unserem Stammgast wird. Der "Wohlfühlfaktor" muss stimmen. Das zu erreichen, ist unser sportliches Ziel.

Hipburn Urlaub im eigenen Land ist bei den Deutschen gefragt wie nie, da aufgrund der aktuellen politischen Situation klassische Reisen nach Ägypten, in die Türkei oder nach Tunesien nur selten gebucht werden. Doch wie gestalten Sie Ihr touristisches Angebot, dass es auch für ausländische Urlauber attraktiv wird?

Nadine Riethdorf In der Kurverwaltung gibt es zahlreiche Informationsbroschüren in englischer Sprache. Mittelfristig soll auch die Homepage ins Englische übersetzt werden. Wir freuen uns, dass wir bereits jetzt viele Besucher aus Österreich und der Schweiz haben. Der Grund ist die direkte Flugverbindung aus Zürich, Bern und Basel auf die Insel Usedom.

Hipburn Wenn das Wetter außerhalb der 2000 Sonnenstunden mal nicht so mitspielt, welche Angebote offerieren Sie dann?

Nadine Riethdorf Auf der Insel Usedom gibt es zwei Thermen, die nur wenige Fahrminuten von Koserow entfernt sind. Große und attraktive Sauna-und Badelandschaften begrüßen den Gast an regnerischen Tagen. Lohnenswert – auch in den kalten Monaten – ist ein langer und ausgiebiger Strandbesuch. Wellness "Usedomer Art" bedeutet, sich einmal so richtig durchpusten zu lassen und die Ruhe am Strand zu genießen. Insbesondere nach stürmischen Tagen finden sich besonders viele Bernsteine am Strand. Das ist dann ein ganz besonderes Urlaubssouvenir.

Hipburn Welche Projekte oder Visionen gibt es für die Zukunft? Was wünschen Sie sich?

Nadine Riethdorf Gemeinsam mit den Einwohnern hat Koserow ein Tourismuskonzept erstellt. Verschiedene Projekte und Aktivitäten stehen auf der Agenda. Die heißt es nun, zu bearbeiten und voranzubringen. Die 261 Meter lange Seebrücke soll unter anderem erweitert und ausgebaut werden. Auch der Kurplatz wird neu gestaltet. Das sind zwei wichtige große Projekte, die uns als Seebad gut nach vorn bringen.

Hipburn Die Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein hat derzeit – als neue innovative Idee - die ersten Strand-Schlafkörbe an den Start gebracht, damit Urlauber nachts den Strand auf eine neue Art erfahren können. Sozusagen eine Schlafstatt direkt am Wasser. Diese Schlafstrandkörbe können nächteweise gemietet werden. Ist so etwas auch für Koserow denkbar?

Nadine Riethdorf Mit großem Erstaunen habe ich die Zeitungsberichte zum Schlaf-Strandkorb gelesen. Eine tolle Idee! Die Gäste lieben den Strand und häufig bekommen wir die Frage gestellt, ob man am Strand übernachten darf. Die Schlaf-Strandkörbe stellen da eine ganz neue Qualität dar. Hierzu stehe ich schon im Kontakt mit unseren Strandkorbverleihern aus dem Ort. Vielleicht bekommen wir diese besonderen Strandkörbe schon bald nach Koserow. Weitere Impressionen des Ostsee-Juwels: Foto: Andreas Dumke Foto: Andreas Dumke Foto: Andreas Dumke Foto: Kurverwaltung Koserow

www.seebad-koserow.de