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'In Vintage Veritas' - Johannes Huwe und die faszinierende Welt der analogen Fotografie
'In Vintage Veritas', so lässt sich seine Lebensphilosophie in nur drei Worten treffend beschreiben: Johannes Huwe. Ausdrucksvoll spiegelt sich in seinen Fotoprojekten eine bekennende Leidenschaft für die goldene Vergangenheit und sein Faible für chromblitzende Oldtimer wider. Huwes Bilder sind Zeitreisen. In seinem Bildband 'The Race of Gentleman' führt er den Betrachter an den Strand von Wildwood in New Jersey, an dem in der Tradition der 'Hod Rodder East Coast' alljährlich ein außergewöhnliches Motorsport-Rennen stattfindet. In fantastischen Bildern hält Huwe alte Automobile, skurile Fahrer und Race-Girls fest. 'Land Speed Racer' werden die tollkühnen Männer in ihren selbstgebauten Rennwagen genannt, denen Huwe in seiner Publikation 'World of Speed' eine Fotobühne bietet. Der Salzsee El Mirage dient als Schauplatz des eigenwilligen Wüstenrennens.

Ur-Porsche: Legendäre Road-Trips mit dem schönsten Auto der Welt

Beeindruckende Aufnahmen entstehen mit Huwes geminiblauen Porsche 911 aus dem Jahre 1975 im Red-Rock-Canyon-State-Park und auf der legendären Route 66. Ein Abenteuer-Road-Trip mit spektakulären Fotos ist auch die grandiose, 700 Kilometer lange 'Route de Grandes Alpes' vom Genfer See bis zum Mittelmeer mit seinem luftgekühlten Porsche 356. Kurzum: Huwes Herz schlägt für Gegenstände, die die Zeit überdauern und eine Geschichte haben. Für ästhetische Objekte und deren zweites, drittes oder viertes Leben. Die Vintage-Verbundenheit ist kein flüchtiger Trend, sondern gelebte Authentizität und bewusst gewählter Lebensstil. So wohnt der Hannoveraner in einer Jugendstilvilla von 1903, fährt folgerichtig einen Ur-Porsche von 1954 und fotografiert mit einer 60 Jahre alten Leica. Auch seine Garderobe ist eine Hommage an die Modernität der Vergangenheit: Jedes Hemd, jede Hose und jede Jacke ist ein Original. Mit Vorliebe trägt der Niedersachse schlichte Arbeiterkleidung im Stil der 20er-Jahre, Red-Wing-Schuhe und Vintage-Motorradkleidung. Mit seinem mühelos coolen urbanen Hipsterlook verkörpert er zudem das Sinnbild eines freiheitsliebenden Individualisten.

Vintage living und Emotionen auf vier Rädern

"Ich lebe den Begriff 'Vintage', weil viele Dinge aus vergangenen Zeiten emotionaler und hochwertiger sind als moderne Produkte", erklärt der Fotograf und erfolgreiche Geschäftsführer einer Agentur für digitale Kommunikation. Die Schönheit des Vergangenen lässt Huwe besonders in Hinblick auf historische Automobile emotional werden: "Kostbares altes Blech fasziniert mich, lässt mein Herz höher schlagen und macht jede Fahrt zu einem Abenteuer! Begeistert bin ich auch von analogen, mechanischen Kameras, die nach mehr als sechs Jahrzehnten ohne Batterien zuverlässiger funktionieren als jede moderne Digitalkamera und sich bestens in extremen Situationen wie in der Antarktis bewährt haben". Vintage ist für Huwe nachhaltig zeitlos und hat sein Leben entsprechend geprägt. Mit 16 Jahren kaufte er sich seine erste analoge Spiegelreflex-Kamera; die richtige Liebe zur Fotografie entwickelte sich aber erst später auf seinen vielfältigen Foto-Reisen, die wiederum den Abenteurer und Kosmopoliten in ihm geweckt haben.

Faszination analoge Fotografie: Symbiose zwischen Kunst und Handwerk

Die digitale Revolution ging auch an dem studierten Informatiker nicht spurlos vorbei. Diverse Exkursionen mit Digitalkameras brachten ihm allerdings die unzufriedene und nüchterne Erkenntnis, dass die Aufnahmen kühl und leblos erscheinen. "Der analoge Film hat für mich immer noch einen unerreichbaren künstlerischen Ausdruck im Foto. Er weckt Gefühle und Emotionen, die digitale Aufnahmen nicht erreichen", so Huwes klares Bekenntnis zur analogen Fotografie, die für ihn eine Symbiose aus Kunst und Handwerk ist. Mit der Analogfotografie besetzt er selbstbewusst eine Nische, die sich erst in jüngster Zeit wieder breiter macht und die langsame Rückkehr des analogen Films verspricht. Huwe nennt dafür mehrere Gründe: "Zum Einen ist es eine zutiefst echte und - ohne Photoshop - unverfälschte Fotografie. Zum Anderen handelt es sich, im Gegensatz zur digitalen Fotografie, um ein anspruchsvolles Handwerk. Es verlangt dem Fotografen wesentlich mehr Knowhow ab".

Vorteil Analogfotografie: Ablenkungsfreier Zugang zum Objekt

Huwe propagiert die analoge Fotografie, weil nur durch sie eine intensive und unmittelbare Auseinandersetzung mit der aktuellen Szenerie stattfindet. Das beinhaltet die Bild-Vorbereitung, Belichtung sowie das Arbeiten nach dem Zonensystem. Huwe nennt ein weiteres wichtiges Kriterium: "Durch die Limitierung von 36 Aufnahmen und der fehlenden Kontrollmöglichkeit eines Bildschirmes habe ich einen völlig ablenkungsfreien Zugang zum Objekt. So entsteht Nähe und eine ganz besondere Beziehung". Mit der einzigartigen Kombination aus Kamera, Objektiv und Film entwickelt Huwe einen eigenen unverkennbaren Stil, aus dem charakterstarke Fotos hervorgehen, die seine DNA tragen.

Hoher Anspruch: Jedes Bild wird zelebriert

"Jedes Bild wird zelebriert", berichtet Huwe. "Zielgerichtet und bedacht drücke ich mit hohem Anspruch an das einzelne Bild den Auslöser und schaffe für mich so den Sprung vom gewöhnlichen Foto hin zu einem Kunstwerk", erläutert der Niedersachse seine Hingabe zur analogen Fotografie, die ihn entschleunigt und für ihn auch ein Stück weit ein Entfliehen aus der digitalen Welt ist, in der sich Huwe täglich im Rahmen seiner Agentur bewegt. Als angenehmen Begleiteffekt empfindet er den Spannungsbogen vom Auslösen bis zum fertigen Papierbild aus seiner Dunkelkammer.

Veröffentlichungen in weltweit renommierten Lifestyle-Magazinen

Heute ist der Vater zweier Kinder international ein erfolgreicher Fotograf und 'Member of the World Photography Organisation'. Seine analogen Arbeiten, für die er verschiedene Leicas und eine Hasselblad benutzt, schaffen es in renommierte weltweit bekannte Lifestyle-Magazine wie Autopilot Magazin Russia, Blackbird Journal Hong Kong, GQ, Leica, Spiegel online oder Zeit. Neben verschiedenen Galerien gehören namhafte Kunden wie Burger King USA, das US-Bahnunternehmen Amtrak oder exklusive Schmuckhersteller wie Jochen Pohl zu seinen Kunden, die Huwes Fotografien für Kampagnen einsetzen. International tätige Anwaltskanzleien haben seine Bilder – großflächig mit mehr als vier Metern – in ihren Besprechungsräumen hängen.

Spezielle Technik für einen besonderen Bildlook: Objektive aus den 30er und 40er Jahren

Weltweit begeistern seine Bilder mit dem Schwerpunkt Dokumentar-, Automotive- und Landschaftsfotografie, weil sie sich wohltuend von der Masse abheben und nicht im Sog des Mainstream untergehen. Beim Betrachten der Aufnahmen werden unvermittelt Sehnsüchte ausgelöst, andere Orte und Welten kennenzulernen. Aber nicht nur das. Jedes Bild kommt einer Zeitreise gleich und vermittelt das Gefühl, im Fotoalbum der Groß- oder Urgroßeltern zu blättern. Bewusst nutzt Huwe für diesen außergewöhnlichen Effekt verschiedene Objektive aus den 30er und 40er-Jahren sowie einen Kodak-Tri-X-Schwarzweißfilm, der unverändert gerade seinen 50. Geburtstag feierte.

14 Millionen Follower: Porsche-Konzern veröffentlicht Huwes Bilder

Design, Stil und Ästhetik sind elementare Säulen im Leben des Hannoveraners und Basis seines Erfolges. Auf große Resonanz stoßen derzeit seine spektakulären Foto-Reisebilder, die er mit seinem Kult-Porsche 356 in atemberaubender Alpenlandschaft gemacht hat. Beeindruckender Erfolg: Der Porsche Konzern hat Huwes Bilder aufgegriffen und auf internationalen Social-Media-Kanälen mit mehr als 14 Millionen Followern veröffentlicht.

Abenteuer-Roadtrip mit Porsche preA Baujahr 1954 - Route de Grandes Alpes

Eine Strecke, die deutlich über Huwes 'Sonntagsausflug' bei schönem Wetter hinausgeht, ist die 700 Kilometer lange Alpentour vom Genfer See bis zur Côte d'Azur mit seinem 64 Jahre alten Vintage-Porsche. Insgesamt 22.000 Höhenmeter, darunter der Col de l'Iseran – mit 2.764 Metern der höchste Straßenpass der Alpen – sowie 16 Bergpässe, stellten den Abenteurer vor einige Aufgaben und brachten so manche 'Altersspuren' der automobilen Legende zu Tage.

Herausforderungen galt es auch 'längenmäßig' zu lösen: Huwe ist groß, der Porsche klein: "Ich bin froh, dass ich gerade noch reinpasse", verrät er erleichtert. Eine umfangreiche Gepäckmitnahme? Nicht möglich, denn im Kofferraum des Kult-Autos haben der Tank und das Reserverad ihr Domizil. Zum Glück reist der Porscheliebhaber – auch im übertragenen Sinne – als Minimalist mit leichtem Gepäck durchs Leben.

Eine grandiose Route auf dem Dach Europas

"Eine grandiose und mystische Route auf dem Dach Europas", berichtet er mit leuchtenden Augen. Ein Abenteuer in vielerlei Hinsicht: "Die faszinierenden schroffen Bergmassive und höchsten Passstraßen haben mich extrem beeindruckt, aber auch die Freude, ein so seltenes Schmuckstück wie den Porsche preA von 1954 fahren zu können. Von Tag zu Tag fühlte ich mich meinem Auto auf der Tour mehr verbunden. Ich liebe das Design des Ur-Modells, das 'blubbernde' Motorengeräusch und den Geruch von Benzin in der Luft".

Ein wunderbares und pures Fahrgefühl

"Alles ist ganz direkt und eng", erinnert sich Huwe. Es gibt keinen Bremskraftverstärker, keine Servolenkung und keine Sicherheitsgurte. Jedes Gasgeben ist ist ein körperliches Mitgehen und kognitives Mitarbeiten. "Ich musste schon richtig arbeiten, um in den engen Kurven auf dem Sitz zu bleiben. Und dennoch: Ein unbeschreiblich schönes Fahrgefühl!" Doch nicht immer läuft auf der Tour alles nach Plan, zumal Huwe mit einem sprichwörtlich 'älteren Herrn' auf Reisen ist. Da bedarf es manchmal viel Kreativität, um spontane Situationen zu lösen. Zum Beispiel die Überprüfung des Tankinhaltes. Wenn die Tanknadel ihre Aktivität aufgibt, müssen alternativ die gefahrenen Kilometer festgehalten werden. Clever, vom Tachostand dann ein Foto zu machen. Dachte sich auch der Hannoveraner, um nach einigen Stunden Fahrt erschrocken festzustellen, dass ebenfalls der Kilometerzähler hakte. Aber Not macht erfinderisch und Huwes innovative Idee, einen schlichten Holzstab als Messinstrument zu benutzen, war die Lösung schlechthin.

Ingenieurswissen und Kreativität

Sein Ingenieurswissen wurde erneut herausgefordert, als ein grollendes Gewitter mit schwerem Regen in den französischen Alpen niederging und der Scheibenwischer seiner originären Aufgabe nicht mehr nachkommen wollte. Mit versiertem Blick unter das Armaturenbrett entdeckte er die mechanische Schwachstelle und fuhr die nächste Werkstatt an. "Mit Händen und Füssen habe ich versucht zu erklären, welches Werkzeug benötigt wird", berichtet Huwe über seinen Besuch in der 'Station de service', in dem die Arbeiter zwar alle äußerst freundlich waren, Huwe aber kein Französisch und die Franzosen wiederum kein Englisch sprachen.

Dreiklang der automobilen Ereignisse

Um den Dreiklang der automobilen Ereignisse abzurunden, gesellten sich auch Probleme mit dem Motor hinzu, der oftmals nur auf drei, statt auf vier Zylindern lief. Mittels telefonischer Ferndiagnosen der Oldtimer-Werkstatt verhalf Huwe dem fast 70 Jahre alten 'Senior' wieder auf die Beine und der Boxermotor demonstrierte selbstbewusst, dass er auch nach sieben Jahrzehnten noch jede Menge Biss hat. "Morgens wusste ich ehrlich gesagt nie, ob ich abends mein Ziel erreiche", erinnert sich lachend der Unternehmer. "Aber es hat doch immer geklappt".

Opus Magnum: 30 Filme, 1080 Bilder und spektakuläre Aufnahmen

Geklappt haben auf der 'Route de Grandes Alpes' spektakuläre Fotos mit dem schönsten Auto der Welt. Ästhetisch heben sich die runden Formen des 356 – die sinnlich an einen Frauenkörper erinnern – vom schroffen Gebirgsmassiv ab. Unweigerlich fällt einem in diesem Moment das berühmte Zitat von Ferry Porsche zur Entstehung des Kult-Autos ein: " Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selben zur bauen". Dem Stuttgarter sei Dank, denn sein real gewordener Traum kommt noch heute einem Kunstwerk gleich.

Huwes Aufnahmen der Alpentour sind Kunstwerke und Meisterleistungen par excellence. Nur absolut perfekte Fotos erblicken nach der Dunkelkammer und kritischer Prüfung des Experten das helle Licht der Öffentlichkeit.

Nach der Reise ist vor der Reise: Nächster Vintage-Roadtrip in die USA

Gegenwärtig hat der Liebhaber historischer Automobile einen Porsche 911 – ein Ur-Modell von 1975 – erworben. Ein seltenes, unverbasteltes Stück noch mit Originalrechnung und mehr als 40 Jahre alten Servicebelegen. "Mit diesem wunderschönen, geminiblauen Porsche möchte ich meine tollen Erfahrungen aus dem Alpentrip mit der einzigartigen Landschaft im Westen der USA verbinden", so Huwe voller Vorfreude und befindet sich schon inmitten der professionellen Vorbereitung und logistischen Detailarbeit für den nächsten Oldtimer-Road-Trip.

Da-will-ich-auch-hin: Huwes Abenteuer-Bilder lösen Fernweh aus

Neben der Porsche Leidenschaft widmet sich der hannoversche Agenturchef intensiv der Abenteuerfotografie und hält mit seinen analogen Kameras atemberaubende Eindrücke unserer Erde fest. So führt ihn die Suche nach dem perfekten Foto zum Beispiel in die Mojavewüste, nach Patagonien, nach Island oder in die tiefgefrorene Wunderwelt der Arktis, um die Inuits zu portraitieren. Spektakulär sind auch seine Bilder, die er in einer russischen Mig 29 in der Stratosphäre gemacht hat. Eine weitere Extremreise führt den freiheitsliebenden Vier-Jahreszeiten Trekker und Stand-up-Paddler in ein paar Wochen in die schneebedeckte Steppe von Kasachstan, um eine Raumkapsellandung live mitzuerleben.

Sicher ist schon jetzt, dass wir uns auf echte, unverfälschte und einzigartige Aufnahmen freuen dürfen.

'In Vintage veritas'.

Zu sehen sind Huwes beeindruckenden Fotografien im Rahmen der Ausstellung "We all have dreams" in den Räumen von Licht+Raum, Lister Straße 3, 30163 Hannover. Zur Vernissage am 28. März 2019 um 18.30 Uhr lädt der Künstler herzlich ein. Interessierte können sich unter der E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bis zum 18. März 2019 anmelden.

Website www.johanneshuwe.com

Buchshop www.johanneshuwe.com/shop

Instagram www.instagram.com/johanneshuwe

Instagram Porsche Bilder www.instagram.com/porsche.luftgekuhlt

Website seiner Digitalagentur www.cybay.de

Fotos: Johannes Huwe