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Der visionäre Manager Markus R. Kempen
Im Zeitalter des digitalen Wandels, der oftmals stundenlanges berufliches Sitzen mit sich bringt, hat sich bei den Menschen hinsichtlich ihrer Urlaubswünsche ein Wertewandel vollzogen. Nicht mehr nur faules Sonnenbaden am Strand ist gefragt, vielmehr ist eine Sehnsucht nach Aktivurlaub zu beobachten. Sport ist ein zentrales Motiv für Urlaubsreisen geworden. Mit boomender Tendenz. Neben der Steigerung der eigenen Fitnessleistung, wünscht sich der sportaffine Kunde – zusätzlich zum Relaxen – auch das Entdecken neuer Erfahrungen und Grenzen. An Sporttourismus, Reiseveranstalter und Destinationen werden somit völlig neue Anforderungen gestellt. Ein Paradebeispiel für gelungene Innovationen im Sporttourismus ist Europas führendes Sport-Resort Playitas auf Fuerteventura.

Der visionäre Manager: Markus R. Kempen

Seit 2016 ist der international erfolgreiche Tourismus-Experte Markus R. Kempen als Manager in dem 900.000 Quadratmeter großen Resort tätig. In dieser Zeit hat er immens viele positive Veränderungen in Gang gesetzt. Eine ist bereits optisch und von Weitem sichtbar, sobald man auf das Sportparadies zufährt: Der Claim #europesbestsportsresort. Hipburn trifft sich mit dem Tourismus-Manager zum Interview, um mehr über die Strategie und Neuausrichtung zu erfahren.

Hipburn Herr Kempen, Sie sind in der internationalen Tourismusbranche zu Hause. Warum Fuerteventura? Warum haben Sie die Leitung des Sporthotels Playitas übernommen?

Kempen Beruflich kenne ich die Kanaren bereits aus der Zeit von 2002 bis 2007. Danach war ich für die TUI in Marokko tätig. 2015 habe ich einen Beratungsauftrag erhalten, abermals auf die kanarische Insel Fuerteventura zu gehen, um die Neuausrichtung des Produktes Playitas zu beleuchten. Im Dezember bin ich somit das erste Mal in das Hotel gereist und bereits drei Monate später – im März 2016 – wurde mir die Geschäftsführung des Resorts angeboten. Kurz gesagt: Aus Consulting wurde Führung. von links nach rechts: Markus R. Kempen mit Sebastian Kienle, Ironman World Champion

Hipburn Welche persönlichen Gründe waren ausschlaggebend, diese Herausforderung anzunehmen?

Kempen Aus drei Gründen habe ich diese Aufgabe gerne übernommen. Der erste Grund ist, ich glaube an das Produkt Playitas und dessen Neuausrichtung. Insbesondere glaube ich an Zielgruppen, weil die Zukunft des Qualitätstourismus von eindeutig klar definierten Zielgruppen abhängt. Sporttourismus ist beispielsweise die Kernkompetenz des Playitas und des neuen Schwesterhotels La Pared. Der zweite Grund ist das unschlagbare Wetter auf den Kanaren. Es ist nie zu heiß oder zu kalt. Bei offenem Fenster schlafen zu können, ist für mich der größte Luxus. Beides trägt sehr zu meinem persönlichen Wohlbefinden bei. Der dritte Grund ist meine "Vision 2021": Baumeister zu sein, um das Playitas als Europas bestes Sport-Resort langfristig zu etablieren. Ferner habe ich die visionäre Idee, dass die Philosophie des Hotels als Prototyp gilt, um daraus weltweit drei bis vier weitere "Playitas" entstehen zu lassen, die in eine einheitliche Markenstrategie – ein Brand – eingebettet sind.

Hipburn Was haben Sie seit 2016 im Playitas verändert?

Kempen Erst einmal habe ich mir die gesamte Ästhetik des Hauses angeschaut und festgestellt, dass es "nomen est omen" ein sportliches Ziel ist, ein 900.000 Quadratmeter großes Resort zu verändern. Das ist nur "step by step" möglich. Angefangen haben wir mit den Terrassenmöbeln. Zusätzlich wurden die Sitzplatzkapazitäten im Außenbereich erhöht. Insgesamt können wir unseren Gästen nunmehr 600 Sitzmöglichkeiten an der frischen Luft anbieten. Die Plaza Rambla – die Flaniermeile des Resorts – wurde positiv verändert, da wir das spanische Spezialitätenrestaurant "Bodega" immens vergrößert haben. Zudem wurde das italienische "Ristorante" attraktiv gestaltet und aufgehübscht. Auch dort wurden die Außensitzplätze von vorher 60 auf jetzt 220 erhöht. Übrigens: Auch im Aparthotel haben wir die Außensitzplätze verdoppelt. Insgesamt haben wir rund 100.000 Euro für neue Möbel ausgegeben.

Hipburn Warum wurden die Außensitzplätze dermaßen aufgerüstet?

Kempen Nun....die meisten Gäste kommen aus dem oftmals kalten und regnerischen Nordeuropa. Die Menschen haben eine Sehnsucht nach Sonne, Licht und Wärme. Sie wollen nicht – wenn das Wetter brilliant ist – Indoor sitzen.

Hipburn Auch der Sportshop ist – seit meinem letzten Besuch – in andere Räumlichkeiten gezogen Warum?

Kempen Das hängt ebenfalls mit der Zielgruppendefinition zusammen. Ein Hotel mit der Kernkompetenz Sport kann nicht den Charme eines Dorfvereins verkörpern. Daher wurde das Sports-Booking professionalisiert und der Sportshop ist in ein neues 400 Quadratmeter großes Domizil gezogen. Zeitgleich sind wir mit Merchandise-Produkten und einer eigenen Sportlinie an den Start gegangen. Das stärkt das positive Image der Marke Playitas.

Hipburn Welche Veränderungen gab es im Sportbereich?

Kempen Klettern ist ungemein attraktiv. Daher haben wir eine vier Meter hohe Kletterwand gebaut. Zudem wurden im Fitnesscenter bereits die Hälfte der Geräte gegen hochmoderne ausgetauscht. Da im Playitas viele Triathleten trainieren, haben wir die gesamte Bike-Flotte mit Premium-BMC-Bikes erneuert und sind dafür eine strategische Partnerschaft mit BMC Switzerland eingegangen. Das heißt konkret: Alle Mountainbikes, Roadbikes und Triathlonbikes sind neu.

By the way: Quality heißt aber auch, eine konsequente Auswahl hinsichtlich der Partner zu treffen. So haben wir uns mit Europas bester Tennisschule "Matchpoint Sports" verstärkt. Im Wassersportbereich sind wir eine Kooperation mit der "Wellenkind-Surfschool" hinsichtlich Standup-Paddling im Playitas eingegangen. Im "La Pared powered by Playitas" kümmern sich die Experten speziell um die Surfschule. Eine Zusammenarbeit mit qualifiziertzen Partnern ist übrigens das Non plus Ultra. So führt bei uns beispielsweise "Hannes Hawaii-Tours" mit seiner Expertise und ausgezeichneten Kompetenz Lauf- und Schwimmcamps durch. All das untermauert das ausgezeichnete Image unseres Hauses.

Hipburn Das hört sich finanziell nach einer gewaltigen Investition an?

Kempen Auf jeden Fall. Aber im Rahmen unserer neuen Strategie unentbehrlich. Das günstigste Rad kostet 4.000 Euro, das teuerste beispielsweise 12.000 Euro.

Hipburn Auf Lanzarote gibt es das "La Santa", auf Teneriffa das "T3". Ebenfalls Sport- und Trainingshotels, die mit ähnlichem Spirit wie das "Playitas" auf dem Markt sind. Sind das Mitbewerber für Sie oder legen Sie sich – symbolisch gesehen – entspannt zurück?

Kempen Beide Hotels sind klare Mitbewerber. Niemand ist fest im Sattel. Der Einzige, der entscheidet, ist der Kunde. Nur Qualität ist ein elementarer Entscheidungs- und Erfolgsfaktor. Im Rahmen der Wettbewerbsbeobachtung waren ein Mitarbeiter und ich undercover im "La Santa" und im "T3", um uns vor Ort die Unterschiede anzuschauen.

Hipburn Wie nehmen Sie Ihr 300-köpfiges Team hinsichtlich des neuen Strategieprozesses mit?

Kempen Gemeinsam haben wir eine Philosophie mit vier Kernfragen erarbeitet. Was sind wir? Was ist unsere DNA? Was ist unsere Mission? Wieso kommt der Kunde ins Playitas? In regelmäßigen Jour Fixen und Workshops entwickeln wir die einzelnen Prozess-Stufen. Jeder Mitarbeiter muss in den Change-Prozess eingebunden werden, so dass die neue Kultur von allen gelebt werden kann.

Hipburn Thema Sicherheit im Urlaub. Wie gehen Sie mit diesem sensiblen Thema um?

Kempen Fuerteventura ist eine überschaubare Insel. Es gibt sicherlich eine Klein-, definitiv aber keine Großkriminalität. Bezüglich Sicherheit arbeite ich eng mit den lokalen Behörden zusammen Regelmäßig kommen Security-Beobachter in das Hotel und fungieren als normale Gäste. So erhalten sie einen umfassenden Blick über die Geschehnisse des Hauses. Diese Verantwortung – sich mit kommunalen Sicherheitskräften kurzzuschließen – sollte meines Erachtens jeder Hotelmanager haben. Diese Verantwortung schließt übrigens Gäste und Mitarbeiter ein.

Hipburn Bei den umfassenden und hochattraktiven Sportangeboten des Resorts: Gibt es aus Ihrer Sicht einmalige "Perlen", die besonders hervorzuheben sind?

Kempen Als größtes Trainingszentrum Europas – mit dem Anspruch, zudem das Beste zu sein – ist die Frage schwer zu beantworten. Da ich früher selbst Handballspieler war, schlägt mein Herz für diesen Ballsport. Daher möchte ich insbesondere unsere hochmoderne, überdachte Sporthalle erwähnen, die von europäischen Erstligamannschaften, National- und Olympiamannschaften genutzt wird. Für Freunde des Golfsports wiederum bietet sich der hauseigene 18-Loch-Golfplatz an. Mit seinen vier Seen bildet er einen einmaligen Kontrast zur rotbraunen Vulkanlandschaft der Insel. Eingebettet zwischen zwei Hügelketten bietet der Course mit 67-Par ein anspruchsvolles Spiel mit faszinierendem Blick über den Atlantik. Last not least bieten wir unseren sportlichen Gästen den neuen Trendsport Padel Tennis sowie zwei Beachvolleyplätze an. Der Nachwuchs darf sich über einen eigenen Kinderfussballplatz freuen.

Hipburn Wie sieht für den Sportler der "Urlaub für den Gaumen" aus? Welche kulinarische Vielfalt bieten Sie in Ihrem Hause an?

Kempen Wir leben nach dem neuen Slogan "Healthy Food by Playitas". Aufgrund unserer inhaltlichen Neuausrichtung haben wir das gesamte kulinarische Konzept umgestellt. Von Low-Carb bis High-Carb bin hin zu glutenfreier Kost mit umfassenden Angaben für Allergiker. Gemüse wird aus dem eigenen Kräutergarten sowie von lokalen Bauernhöfen geliefert. Zum Frühstück gibt es täglich schmackhafte "Healthy Shakes". Zudem haben wir einen neuen Küchenchef und aktuell eine Thai-Köchin eingestellt. Gesundes Essen ist ein elementarer Bestandteil unserer Philosophie!

Hipburn Auf welche positiven Überraschungen dürfen sich die Gäste 2018 freuen?

Kempen Auf der "To-do-Liste" des Jahres 2018 stehen drei Projekte: Ein neuer olympischer 50-Meter-Pool wird gebaut und eine 200 Quadratmeter große Yoga-Außenterrasse entsteht. Zudem wird der Resort-Garten illuminiert. Jede zweite Palme wird demnächst mit einem individuell entwickelten LED-Lichtkonzept von unten angestrahlt.

Hipburn Wie können Interessierte bei Ihnen buchen?

Kempen Auf dem deutschen Markt über ITS oder Jahn-Reisen.

Lieber Markus R. Kempen, herzlichen Dank für das Gespräch. Ihnen und dem Playitas-Team wünscht Hipburn weiterhin viel Freude und Erfolg!

Fotos: VUCX, Hipburn, Pixabay

www.playitas.net

www.laparedbyplayitas.net